MGV Constantia Baerl 1885




Die neue Vereinschronik.

Festschrift
Ein kurzer Rückblick auf die Vereinsgeschichte

Beim Vereinsjubiläum 125 Jahre MGV „Constantia“ Baerl gedenken wir besonders jener Wegbereiter, die den Mut und die Zähigkeit besaßen, trotz aller Widerstände in Baerl die Gründung eines Männergesangvereins zu wagen. Als unverdrossene Förderer des damaligen Planes seien genannt:

Wilhelm Steinschen

Peter Himmelberg

Gerhard Lohmann

Johann Tiegelkamp

Albert Frauenhoff

Bei der Namensgebung sind diese Männer von dem Wort „Constant“ ausgegangen, in der Hoffnung, dass ihr Werk Bestand haben möge. Heute müssen wir den Gründern bescheinigen, dass sie den richtigen Namen gewählt haben.

Die Sänger beim 50jährigen Vereinsbestehen

Ihre mitreißende Werbearbeit hat die Gründung des MGV „Constantia“ Baerl, welche am 11. November 1885 erfolgte, wesentlich beein-flusst. Klein war die Zahl der san-gesbereiten Baerler. Mit großer Sangesfreude gingen sie jedoch ans Werk. Als dem Verein in der Person seines Mitbegründers Peter Himmel-berg ein durchaus entwicklungs-fähiger Dirigent erwuchs, entschloss er sich mutig auch zu schwierigen Aufgaben. Auf Chorwettstreiten stellte er durch Erringung erster Preise sein Können sechsmal unter Beweis. Priorität hatte jedoch stets die Verschönerung heimatlicher und vaterländischer Feste durch Darbietungen passender Lieder. In dieser Zeit hat die „Constantia“ das deutsche Lied und im Lied die Liebe zum Vaterland, zum Guten, Wahren und Schönen gehegt und gepflegt. Später kamen noch weitere Auszeichnungen und Preise dazu.

Die „Constantia“ ist ein fester Begriff der Gemeinschaft in Baerl und Umgebung geworden, und mit ihr verwachsen. Ihre eigenen Veranstaltungen waren stets überaus gut besucht.

Wie mit der gesamten Bürgerschaft, so verbindet die „Constantia“ auch mit der Kirche von altersher ein gutes Freundschaftsverhältnis. Seit dem 1. September 2003  halten die Sänger sogar  ihre  Proben  im Gemeindesaal der evangelischen Kirch in Baerl ab.

Durch eine intensive und zielstrebige Vereinsarbeit ist es gelungen, den traditionsreichen Verein für Baerl zu erhalten, obwohl der Jubiläumsverein auch Krisenzeiten überwinden musste und es mangels aktiver Sänger 1971 zu der Chorgemeinschaft Baerl-Orsoy kam, die 1987 aufgelöst wurde. Die „Constantia“ trotzte bislang allen Widrigkeiten und erwachte zu einer neuen Blütezeit.

In der langen Vereinsgeschichte der „Constantia“ übernahmen fünfzehn Vorsitzende die Führungsrolle. Sie übten ihre verantwortungsvolle Tätigkeit von einem bis zu 23 Jahren Dauer aus.

Die gesanglichen Leistungen eines Chores stehen und fallen mit der Person, die den Ton angibt und den Takt schlägt. Daher sind die Wegbereiter des Chores immer seine Dirigenten (innen). Zurückblickend kann man heute sagen, die „Constantia“ hatte in den 125 Jahre ihres Bestehens fast stets das Glück, auf diesem Platz Personen zu haben, die dem Chor zu allen Zeiten ein gutes gesangliches Niveau gaben. Von der Gründung bis heute waren es 15 Chorleiter und eine Chorleiterin, die an dieser Stelle standen und die „Constantia“ gesanglich nach dem Vereinsmotto formten:

„In Freud und Leid zum Lied bereit“.

Die Sänger beim 50jährigen Vereinsbestehen

Im Laufe von 125 Jahren wechselte die „Constantia“ zwölfmal auf Grund verschiedener Umstände ihr Vereinslokal und den Probenraum. Es ist schon eine kleine Baerler Geschichte für sich, wenn dieser Weg verfolgt wird.

Gemäß ihrer Satzung stellt sich die „Constantia“ immer wieder in den Dienst der Öffentlichkeit und unterstreicht und praktiziert in ver-stärktem Maße ihre Gemeinnützig-keit, indem sie sich für mildtätige und kirchliche Zwecke einsetzt. Bei mehreren Benefizkonzerten konnten nicht unbeträchtliche Summen für die Notleidenden ersungen werden.

Die damaligen und die heutigen Sänger sind immer noch von Frohsinn und Geselligkeit beseelt. Gesang und Fröhlichkeit gehören unzertrennlich zusammen. Singende Menschen sind auch fröhliche Menschen, die schnell Kontakt zueinander finden. In der „Constantia“ entstanden über den Gesang zahlreiche Freundschaften, in die auch die Familien mit einbezogen werden. So bildete sich auf diesem Wege der große Freundeskreis der „Constantianer“.

Die Baerler „Constantia“ wird heute von Heinz Reimer als 1. Vorsitzenden geleitet. Seine Vorgänger in diesem Amt waren – vom Gründungsjahr 1885 an – Wilhelm Steinschen, Wilhelm Meimers, Gerhard Tigelkamp, Gottfried Kuhnen, Jakob Damschen, Gerhard Lohmann, Heinrich Giesen, Adolf Fuchs, Julius Eigen, Johann Engeln, Heinrich Engeln, Johann Scholtheis, Matthias Heiliger und Heinrich Engeln.

125 Jahre haben Freunde und Förderer der „Constantia“ mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Ihnen allen gilt es, Dank zu sagen für Freundschaft, Hilfestellung und guten Willen. Dankbar blicken wir in die Vergangenheit zurück. Mit Zuversicht und Idealismus gehen wir die Zukunft an!

Wer noch mehr  Details über die Vereinsgeschichte 

der „Constantia“ erfahren möchte,

dem  ist die Chronik  zum 125. Geburtstag

des Jubiläumsvereins unbedingt zu empfehlen.

ende

 


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